Seit Jahren sind Portraits und Gesichter
ein wiederkehrendes Element in den Arbeiten von Armin Ceric.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf Papierarbeiten, die in der Regel
als Serie gezeigt werden. In der Farbigkeit meist auf Schwarz-
und Grautöne reduziert, haben die Aquarelle eine faszinierende
Tiefe. Diese Malereien erinnern dabei sehr an Träume, an
geisterhafte Wesen, die zu verschwinden drohen. Im Gegensatz zu
Fotos, die ein konkretes Abbild schaffen, wird hier eher eine
melancholische Erinnerung abgebildet. Ein Gefühl, das manchmal
ins Bedrohliche kippt.
In seiner filmischen Arbeit tauchen die
Elemente des Portaits genauso auf, wie die Reduktion der Farbigkeit.
Hier spielt Ceric mit einer Mischung aus Fazination und Ekel.
Der vermeintlich schöne Kuss entpuppt sich beim Hinhören
eher als befremdlich. Man fühlt sich ertappt in der Rolle
des Voyeurs. Dabei spielen die unterschiedlichen Geschlechter
der Küssenden nur eine nebensächliche Rolle.
In allen Arbeiten stehen meist die Themen Familie und Sexualität
im Mittelpunkt.
Armin Ceric, geboren 1976, studierte an
der Universität der Künste Berlin und war Schüler
von Leiko Ikemura.